Nostalgie Ferien Bauernhof Czinki

Romantischer Ferien Bauernhof im Landschaftspark Pannonhát, Nähe Plattensee, West-Ungarn

Ortrun und László Czinki, H 8756 Kisrécse Kendli (Sándormajor) Ungarn
Tel.: 0036 93 371 471; 0036 20 553 8012; e-mail: czinki@ferienhofczinki.hu; Facebook

Ein Bauernhof für ganz tolle Ferien auf einem der schönsten Ferienhöfe in Europa

Seit 1997 mehrere tausend zufriedene und meist wiederkehrende Familien und Gäste

Rundbrief Nr. 8, Weihnachten 2003

Die Zeit rast dahin; wir haben nun schon das „verflixte siebte Jahr” geschafft hier in Kendli; Gott sei Dank ohne sichtbare Schrammen an Leib und Seele. Ganz im Gegenteil, wir sind auch mit 2003 recht zufrieden. Es brachte zwar kaum etwas Spektakuläres, aber auch nichts Schieches. Niemandem haben wir etwas nachzutragen, ganz im Gegenteil; wir haben viel an Zuspruch und Bestätigung erfahren, nicht zuletzt von unseren Sommergästen. Ob Altgedient oder Frisch vom Internet bereicherten sie unser Exildasein wieder einmal großzügig. Dank sei also gesagt an all diejenigen, die mit Ratschlag, Aufmunterung, leibhaftigem Zupacken oder nur mit einem kleinen Lächeln unseren Alltag zum Feiertag machten.

Das neue Jahr 2003 begann mit viel Schnee und klirrender Kälte. Anders der Sommer; die Jahrhundertsonne röstete uns schokoladenbraun und verwöhnte uns auch noch im Herbst. Nun aber bläst uns der kalte Nordwind fast die Seele aus unseren Leibern. Der harte Winter ließ uns auch kaum Zeit zum Nachdenken, zwang zum Dezimieren unseres Brennholzvorrates und gestattete nur zögernd einige Ausflüge auf Skiern, das aber gleich von der Haustür weg. Viel Zeit und Energie verbrauchten wir mit der Überwinterung unserer Tiere (vier Pferde, zwei Ponys, vier Hunde, drei Katzen, ein Schaf, drei Truthähne, drei Gänse, vier Enten, fünf Perlhühner, an die zehn Hasen und doppelt so viele Hühner), schafften das Auspacken unseres Umzugsgutes aus dem Jahre 1996 bis auf zwei Kisten, reparierten Ställe und Koppelzäune und sehnten uns weder nach Mallorca noch nach spektakulären Weltreisen. Zugegeben, für solche Unternehmungen hätten wir auch die Zeit nicht, denn auch ohne Luftsprünge blieb Vieles liegen, so z.B. das Knacken von Walnüssen, zwei Säcke voll. Der Winter brachte auch Erbauliches, einen Stiftungsball z.B., einen Künstlerball und nicht zuletzt Ortruns Vernissage in der renomiertesten Galerie von Nagykanizsa, mit super Beteiligung und sehr guter Presse.

Noch aus dem Schnee schossen die ersten Blumen und läuteten die Blütenpracht des Frühlings ein, die uns im Sommer eine Jahrhunderternte an Obst bescherte. Aber nicht nur die Blüten guckten frech aus dem Gras und dem Geäst hervor, sondern auch handfeste Gerätschaften aus dem Werkzeugschuppen; sie luden zum Rechen, Graben und zum Hacken ein. Irgendwie klopfen solche Herausforderungen vorzugsweise zuerst an Ortruns Tür und sie bedankt sich dafür oft mit Kreuzschmerzen und müden Beinen und Armen. Dafür lassen sich die Resultate ihres Gärtnerhändchens sehr gut sehen; Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Paprika, Erdbeeren, diverse Kräuter, „Kraut und Rüben” und sogar einige Auberginen bereicherten unseren Speiseplan im Sommer oder landeten auf dem Tisch unserer Gäste. Manche der zahlreichen Leckereien aus dem Garten würde es aber erst gar nicht geben, wenn Ortruns fleißige Bienchen (wohl über hunderttausend an der Zahl!) ihre Bestäubungsarbeit nicht verrichtet hätten. In diesem Sommer vermehrten sie sich auch noch hervorragend; fünf Schwärme mußten aus dem Ästewirrwar der Bäume geholt werden. Auch Honig floß, wenn auch nicht in Mengen, doch auskömmlich für uns und zum Probieren für unsere Gäste.

Und noch mehr „Zähflüßiges” gab es im Jahre 2003. Gleich zu Jahresbeginn hatte unser Rechner einen dicken Virusbefall, der nur durch Auswechslung des Gerätes kuriert werden konnte. Unser Portemonait leidet heute noch unter dieser Kur. Etwa Gleiches passierte mit unserem alten Traktor; auch er mußte ausgemustert werden. Dazu schafften wir die Heuernte beinahe nicht, weil mal das Mähgerät, mal der Wender kaputt war. Auch unser Neuzugang, der Heusammler (Hamster), musste in den Krankenstand und ist heute noch nicht wieder auf dem Hof. Zugegeben, in Ungarn gibt es viele Wunder, aber auch „Balkan” pur. Vieles wird verrichtet, wie beim „Lucaszék” (Stuhl der Lucia); täglich wird etwas daran getan, bis das Stück nicht mehr brauchbar ist oder nicht mehr gebraucht wird

Auch unsere Zuchterfolge stehen im Schatten der guten Jahre; nur die Kaninchen vermehrten sich, wie Kaninchen eben. Ansonsten haben wir nur drei Gänse, eine Ente, ein Perlhuhn und an die 10 Hühner hochziehen können. Dieser Mißerfolg geht schwergewichtig zu Lasten vom Freund Reinecke; er sah sich im Hühnerhof nicht nur tüchtig um, sondern hat auch unsere ganze Truthahnflotte plattgemacht. Seit einigen Tagen vermissen wir auch noch unser liebes Katzenfindelkind Luci und wir ahnen schon etwas Schlimmes. Reinecke ist aber nicht verantwortlich für unseren fohlenlosen Sommer; dieser hat eindeutig mit dem Überhören diverser Liebesbegehren unserer Stuten zu tun. Die Fehlschläge haben jedoch unsere Liebe zu unseren Tieren keineswegs geschmälert. Dies wissen, scheint’s, auch Andere, denn sie lassen mal eine Katze, mal einen Hund vor unserer Haustür heimlich aus dem Auto. In dieser Weise wuchs dieses Jahr unser Katzenbestand um zwei Exemplare; zum Vergnügen von Tina; sie teilt ihr Hundehäuschen mit einer von ihnen. Und so etwas geht, entgegen dem landesweiten Volksglaube, eher prächtig. Aber auch andere unserer Tiere würden Konrad Lorenz Freude schenken. So scheren sich eine Wildente, eine Perlhuhn und ein kleiner Gockel nicht um ihre Artsverwandten und bilden, seit dem sie im Brutkasten gemeinsam das Licht dieser Welt erblickten, ein untrennbares Geschwistertrio.

Nach wie vor bereiten uns unsere Pferde Claudia, Hullám, Cézár und Heléna große Freude. Cézár und Heléna feiern im Frühjahr ihren zweiten Geburtstag, was sie aber nicht davon abhält, bei ihren Müttern immer noch regelmäßig einen Trunk zu holen. Cézár ist auch nur noch ein Césárchen; er büßte im Frühjahr seine Männlichkeit ein. Bei Cornelias (Lászlós Enkelin) Ponyhengst Max schlug ein ähnlicher Eingriff fehl; Max interressiert sich weiterhin für Pferde- und Ponydamen, was uns nicht immer erfreut, da zu Rossezeiten oft Ruhe und Zäune an seinen Tatendrang glauben müssen. Max, ebenso, wie auch Fátyol, Julianas (2. Enkelkind von László) Ponystute, ist bereits stolzer Träger eines Sattels und absolvierte schon die ersten Reitstunden mit Cornelia. Unsere Reitpferde Claudia und Hullám sind uns z.Z. sehr dankbar für die Schonung, die sie jetzt zur Winterszeit von uns erfahren. Das Reiten droht auch sonst etwas zum Luxus zu verkommen; der Tag hat auch hier nur 24 Stunden. Claudia läßt uns schon das zweite mal rätseln um ihre Schwangerschaft.

Die Zuwächse an unserem kleinen Hof beschränkten sich in diesem Jahr lediglich auf ein kleines Waldstück, das helfen soll unseren Brennholzbedarf zu decken, und auf je ein Regendach für Pferde und Kreisäge. Weder der Schuppen für die Landmaschinen noch die Überdachung des Reitrondells konnten realisiert werden. Beide Vorhaben nahmen inzwischen bereits auf der „langen Bank” Platz, denn für nächstes Jahr bekommt der Umbau eines kleinen Wirtschaftsgebäudes Vorrang. Gelingt dieser Umbau, dann steht zur nächsten Saison auch dieses Häuschen unseren Gästen als Ferienhaus zur Verfügung. Für die Unterlassungssünden des noch laufenden Jahres entschädigt Ortruns „Galerie” beinahe voll. Diese hat Ortrun höchst persönlich und eigenhändig ausgebaut und eingerichtet. Schon im Sommer konnte sie so ihre Bilder nun auch nebeneinnander, statt, wie bisher, hintereinander zeigen. Dies haben auch unsere Gäste mit Wohlwollen quittiert. Die Galerie zeigt auch Keramiken von Péter Kacsó und Bea Harangozó, sowie einige antike Stücke aus unserer Sammlung. Im Frühjahr sollte uns, so hoffen wir, auch die Einrichtung des „Bauernzimmers” gelingen sowie die Präsentation der Pakete „Schreinereigeräte”, Geräte zum „Spinnen und Weben” und „Mausefallen”. Der Bereich „Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte” ist heute schon zu sehen, allerdings unter sehr beengten Verhältnissen.

Aber, was wären wir denn ohne unsere Feriengäste? Sie beehrten uns auch dieses Jahr zahlreich und wir hatten sehr viel Spaß mit ihnen. Somit ist es nicht verwunderlich, daß unser Vorrat an eigenen Weinen frühzeitig „ausgetrunken” war. Wir mußten dazukaufen; einen Natürlichen versteht sich. Im Gegensatz zum Wein ging die gute Laune unserer Gäste nie aus; viele von ihnen kommen auch im nächsten Sommer wieder. Zahlreiche lustige Stunden haben wir gemeinsamen mit ihnen in unserem Dühöngõ (Partyschuppen) verbracht; wir kochten, backten (auch Pizza) zusammen, plauderten viel und tranken Wein. Sie lernten bei uns reiten, ritten mit uns aus, fuhren mit uns mit der Kutsche in die Weinberge, halfen bein Weinlesen oder waren „unter Dampf” bei unseren „Dampflokomotivenschmalspurwaldeisenbahnnachmittagspicknickspaßfahrten”,

die wir dieses Jahr neu für unsere Gäste kreierten. Nächstes Jahr wollen wir den Zug erneut chartern, um dieses lustige Erlebnis unseren Gästen erneut bieten zu können.

Und was gab es sonst noch in Kendli? Ortruns Kunstwerke fanden viele Bewunderer; sie selbst erarbeitete sich neue Ausdrucksmöglichkeiten, malte dieses Jahr mehr als letztes Jahr, machte das schon traditionelle Internationale Sommer Künstlersymposium hier in Kendli mit, bestreitet gerade eine Ausstellung in Mülheim an der Ruhr, wird im März (5.-14.) in Neusiedl / Pernitz in Österreich und im März (17.) / April (07.) hier in Nagykanizsa, zusammen mit László, der dazu noch Einiges aus seinem Schaffen für die Gartenkunst preparieren muß. László machte Bauleitung für den Umbau einer Produktionshalle für einen guten Freund, plant und baut weiter an seinem Kindergartengarten in Nagykanizsa, gründete den Verband „Zalatáj” (Landschaft von Zala) mit und muß nun den Vorsitz „schultern”; die Geister, die er rief, kamen auch prompt. Also es wird auch 2004 keine Langeweile bei Czinkis geben.

Auch familiär tat sich 2003 Einiges. Lászlós Tochter Michaela mit Ehemann Michael und Töchter Cornelia und Juliane waren hier zu Besuch, wie auch Ortruns Vater Paul mit Lebensgefährtin Lilo, weiterhin Bruder Ekki mit Frau Claudia und Sohn Fabian, außerdem Onkel Eberhard mit Frau Rosemarie und Tante Margret. Ortruns Vater fand in Lilo neuen Halt und zog auch zu ihr an den Bodensee. László wurde nun schon das dritte mal Großvater, diesmal über Sohn Alexander; dort erblickte im August Timea das Licht dieser Welt. Michaela gründete eine „Ich AG”, gibt Aquarellkurse und erzieht ihre Kinder. Eva, Lászlós zweite Tochter, schaffte ihr Volkswirtschaftsexamen an der UNI St.gallen in der Schweiz mit dem besten Ergebnis seit Jahren und wirkt nun als Assistentin und macht ihren Doktor.

Und was wünschen wir uns für 2004? Vor allem Gesundheit, Frieden in aller Welt, viele netten Gäste und eine ganze Portion von Euch. Eine gute Gelegenheit hierzu wird es schon am 15.01.04,19h bei der Finissage zu Ortruns Ausstellung bei der Hypovereinsbank in Mülheim / Ruhr, Schloßstraße (Fußgängerzone) geben. Ihr seid dazu herzlich eingeladen; es wird dort ganz schön ungarisch zugehen. Es wäre schon pfundig, wenn viele von Euch kämen. Für diejenigen, die, aus welchen Gründen auch immer, es nicht schaffen dabei zu sein, wird empfohlen uns unter unseren Hompageadressen zu besuchen:

https://eklaerner.bei.t-online.de/

https://www.halad.hu/czinki.htm

Bitte beachten: die 1. Hompage soll demnächst überarbeitet werden und das 2. ist erst in der Entwicklung und dazu zunächst auch noch nur auf Ungarisch. Die Hompage ist jedoch schon mit einigen aktuellen Fotos ausgestattet; es können also Gesichtsfalten gezählt werden..

Nun wünschen wir Euch alles, alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit, Muße und Glück für den Rest des Jahres 2003, vor Allem aber für 2004. Reicht bitte dies auch an die gemeisamen Freunde weiter und überreicht auch diesen Brief.

Herzlich Euere Ortrun und László Czinki

Falls bei uns noch nicht vorhanden sein sollte, bitten wir um Euere aktuelle E-mail Adresse.