Nostalgie Ferien Bauernhof Czinki

Romantischer Ferien Bauernhof im Landschaftspark Pannonhát, Nähe Plattensee, West-Ungarn

Ortrun und László Czinki, H 8756 Kisrécse Kendli (Sándormajor) Ungarn
Tel.: 0036 93 371 471; 0036 20 553 8012; e-mail: czinki@ferienhofczinki.hu; Facebook

Ein Bauernhof für ganz tolle Ferien auf einem der schönsten Ferienhöfe in Europa

Seit 1997 mehrere tausend zufriedene und meist wiederkehrende Familien und Gäste

Rundbrief Nr. 6, Weihnachten 2001 / Neujahr 2002

Das Jahr 2001 begann, nicht anders als auch schon die Jahre zuvor, mit dem obligatorischen Glas Sekt, stehend zur ungarischen Hymne und mit Küßchen auf beide Wangen buntgewürfelter Träger modischer Krawatten und mehr oder weniger einsichtiger Dekolletés. Also alles wie gehabt nur die nachmitternächtliche Tombola brachte Nichts ein, keinen “süßen Sekt”, kein verstörtes Ferkel (Glücksschwein) aber auch nichts Banales, wie Schokolade, Rollmöpse oder Veilchen im Topf. Das könnte schon ein schlechtes Omen gewesen sein in Anbetracht üppiger Hauptpreise vergangener Neujahrsnächte; wir sind aber nicht abergläubisch.

Und kaum war der milde Winter vorbei wurden wir schon ans Krankenbett von Ortruns Mutter gerufen noch nicht ahnend, daß dies der letzte Besuch bei ihr werden sollte. Der Abschied von ihr führte uns abermals vor Augen, wie vergänglich und endlich unser Dasein auf Erden ist und wie kurz die gemeinsam verbrachte Zeit letztlich war. Sie ging zwar von uns, bleibt aber für immer in unserer Erinnerung als liebe und aufopfernde Mutter und Schwiegermutter.

Sonst war das Schicksal uns eher gnädig. Laszlo hat sich, trotz des heißen Sommers, prächtig gehalten; er arbeitete viel, ritt über die Hügel, managte unseren Hof und produzierte Lobenswertes auf dem Laufband während seiner Routine – Gesundheitsschecks. Dafür mußte Ortrun unter das Messer; sie wurde im September an ihrem linken Knie am Meniskus operiert. Zwischenzeitlich geht sie zwar wieder “aufrecht”, jedoch bei gelegentlicher Wetterfühligkeit, so daß sie auch das Reiten zunächst mal meiden muß. Ihr Handicap hinderte sie jedoch nicht daran, ihren Garten abzuernten, Honig zu schleudern, bei der Weinlese mitzutun, Gäste zu betreuen, Eßbares einzuwecken und gelegentlich auch die Pinsel zu gebrauchen, um Blumen und Früchte zu malen in ihrer besonderen und gefälligen Art, die die Wertschätzung nicht nur vieler Kunstenthusiasten, sondern auch die Anerkennung gestandener Sachkundiger auslöste.

Ortrun machte 2001eine Gemeinschaftsausstellung im nahegelegenem Thermal – Badeort Zalakaros mit und stellte ihre Bilder in Salzburg, Budapest und Poysdorf bei Wien aus. Alle ihrer Ausstellungen waren erfolgreich, dazu Erlebnisse für sie und nicht zuletzt “Tankstellen” für Selbstsicherheit, Referenzen und Kontakte. Letztere führten zu Einladungen für Ausstellungen im nächsten Jahr in Nagykanizsa und in Wien (gleich zwei). Weitere Gelegenheiten sind “angedroht”, und zwar in Salzburg, Wien und Dortmund. Zur Zeit fehlen ihr weniger Ausstellungsmöglichkeiten als Bilder, denn alleine eine der beiden Ausstellungen in Wien benötigt mindestens vierzig Objekte. Für die nächste Zeit heißt es für sie also “Pinsel zu schwingen”, wozu sie auch Gelegenheit bekommen wird beim nächsten internationalen Künstlersymposium Mitte Januar hier in Kendli, an dem sie wieder teilnehmen wird. In Ermangelung an Früchten und leibhaftigen Blumen wird sie wohl Eisblumen malen müssen, eine Aussicht, die Angesichts der sibirischen Temperaturen hier auch als realistisch erscheint.

Bei den momentan eher ungewöhnlichen Temperaturen schwindet unser Brennholzvorrat zusehends und es friert uns trotzdem alles ein, was Wasser enthält. So müssen wir unsere Ferienwohnungen, trotz Gästemangel, durchheizen und in unserem Pferdestall gibt es kein fließendes Wasser mehr. Die tiefen Temperaturen verändern auch das Verhalten unserer Tiere; sie bleiben gerne in ihren Behausungen,
statt wie sonst herumzulaufen oder sie verstecken sich in geschützten Winkeln. Am putzigsten äußert sich das temperaturbedingte Verhalten bei unseren beiden Hunden (Drachen) Lidi und Morzsi hier vor der Haustür. Morzsi steht unter den Pantoffeln von Lidi und ist auf Lidis Wohlwollen angewiesen in allen wichtigen Lebenslagen, wie Fressen oder beim Bewohnen des gemeinsamen Hundehauses. So geschieht es regelmäßig, daß Morzsi von Lidi, trotz klirrenden Kälte, nicht unters gemeinsame Dach gelassen wird und somit vor dem Häuschen bleiben muß. Morzsi ist jedoch intelligent und kann “um die Ecke” denken. Sie weiß auch, daß Lidi eitel und eifersüchtig ist und hat sich eine höchst wirksame Strategie ausgetüftelt, um trotz Lidis Ausgrenzungsgehabe in das Hundehaus zu kommen. Sie rüttelt und kratzt an unserer Eingangstür, als ob sie Futter haben möchte. Sie erweicht damit unsere Herzen und wir streicheln und loben sie so lange bis die egoistische Lidi zur Behauptung ihrer Alphastellung aus dem Häuschen kommt, um Morzsi bei der Liebkoserei zu stören. Nun ergreift Morzsi die Gelegenheit und huscht schnell in das Hundehaus, woraus Lidi sie jetzt nicht mehr vertreiben kann. Für ihre Raffinesse wird Morzsi auch noch mit dem hinterem und wärmeren Teil im Häuschen belohnt. Sind wir mal nicht zur Stelle, hat Morzsi weitere Tricks auf Lager. So täuscht sie Besuch irgendwo am Gartenzaun vor und lockt Lidi nun damit aus dem Häuschen. Bis Lidi gemerkt hat, daß da nichts zu vertreiben ist, ist Morzsi schon längst im Hundehaus. Wer will bei diesem hinterlistigen Verhalten noch behaupten, Tiere besäßen keine Intelligenz? Konrad Lorenz sicherlich nicht.

Übrigens Konrad Lorenz´s Beobachtungen könnten bei uns täglich dupliziert werden. Unsere Annuska war z. B. für Heerscharen von Federvieh schon “Leitmutter”, weil sie das erste bewegte Objekt im Leben der gerade geschlüpften Küken war. Und wir erlebten auch Entenküken, die einen ganzen Sommer lang von einem Ganter geführt wurden und auch mal paßte eine Wildente eine Saison lang auf Gänsekinder auf, was erst anfing lustig auszusehen als die Gänslein die Ente im Wachstum mächtig überholten. Auch erzählte Tier – Mensch – Beziehungen machen hier die Runde, so z.B. die Geschichte von einem Vogel, der sich mit einem Küßchen bei seinem Befreier bedankt.

Das Meiste aber, was an unserem “Nostalgie – Bauernhof” passiert gehört jedoch zur Normalität. So z. B. das Füttern, Putzen, Longieren und Satteln der Pferde, das Ausmisten der Ställe, das Versorgen des Federviehs, der Kaninchen, der Tauben, des Schafes, der Katzen, der Hunde etc. Daß diese Tätigkeiten gerade für “Nicht Bauern” interessant sind, erleben wir immer wieder bei unseren Gästen, die mit Vorliebe dabei zusehen oder sich selbst daran beteiligen. In erster Linie sind es die Kinder, die uns bei unserer Arbeit unterstützen oder unterstützen wollen. Sie sind oft nicht vom Hof zu kriegen und stehen bereits vor ihren Eltern auf, um früh morgens schon Eier zu suchen oder bei den Tieren zu sein.

An Kindern hatten wir auch dieses Jahr reichlich Freude. Auch Laszlos Enkelkinder Cornelia (4) und Juliane (2) waren hier; erstmals im Juni mit Mutter Michaela, dann im August zusätzlich auch mit Vater Michael. Insbesondere Cornelia hat ihren “Großpapa” fleißig bei den Hofarbeiten unterstützt. Sie konnte diesmal auch ihr eigenes Pony, den Max, pflegen, füttern und führen. Zum Reiten war der Pony – Junge noch zu jung, dies aber ermöglichte seine Mutter Fanni, die den Sommer über Gast bei uns war.

Im Schlepptau der eigenen Kinder und Kindeskinder kamen Michaela und Wolfram mit Sohn und Tochter, außerdem Ariane mit Tochter Charlotte und Eltern Jutta und Ernst, unseren lieben und langjährigen Freunden aus Essen. Es war schön, sie bei uns zu haben, mit ihnen über alte Zeiten zu plaudern, zu grillen, unseren Wein zu kosten, Kutsche zu fahren und Vieles andere mehr. Danke, daß Ihr nach 25 Jahren es wieder gewagt habt nach Ungarn zu kommen und wir freuen uns auch auf ein Wiedersehen nächstes Jahr.

Aber auch andere lieben Freunde haben (wieder oder erstmalig) den Weg zu uns gefunden; so Barbara und Wolfgang; Christa und Horst mit Anhang; Marez und Jürgen mit den Kindern Vanessa und Rebekka; Ulrike und Samer; Ulla und Joska; Wolf mit Freund; Vroni mit Burgi und Heinz; Ulla und Uwe; Adrian mit Tochter Sabeth; Judith mit Freund Christian, sowie Mutter Adi und (diesmal endlich auch) Vater Uli; Jörg mit Freund; dazu viele neue Gesichter, die jedoch des Umfanges wegen hier nicht erwähnt werden. Dies holen wir nächstes Jahr jedoch nach, wenn sie wiederkommen, wie alle es versprachen. Erwähnt werden sollen jedoch die “Exoten”, die uns auf ungewöhnlicher Weise erreicht haben, so Gerd, Jupp und Heinz mit ihren Sportflugzeugen sowie unsere sehr späten, aber ebenso lieben Gäste Monika und Manfred mit ihren drei bildhübschen Töchtern aus Berlin, die es über etliche Grenzen hinweg tatsächlich geschafft haben mit der Eisenbahn bis fast vor unsere Haustür zu gelangen. Auch Gäste aus unserem Szigligeter Haus haben uns besucht. Sie machten mit uns Kutschenfahrten und gaben uns Gelegenheit gemeinsame Bekannte in Deutschland zu entdecken. Und wir fanden auch reichlich welche, welch ein Zufall bei 80 Millionen Menschen dort. Last not least waren auch noch Laszlos Sohn Alexander mit Braut Tina, Ortruns Bruder Ekki mit Frau Claudia und Sohn Fabian und natürlich immer wieder auch ungarische Verwandte vom Laszlo, nicht zuletzt sein Bruder Feri mit Frau Agi und Sohn Ferike. Zur Zeit ist Ortruns Vater hier; mit ihm führen wir Gespräche über “Gott und Gesundheit” und besuchen Weihnachtskonzerte. Er brachte uns auch ein “Starter Kit” mit; damit sind wir nun auch € -besitzende Weltbürger.

Auch auf unserem Hof ging Einiges voran, wenn auch nicht so viel, wie wir gerne gehabt hätten und auch nicht so viel, wie wir es in unserem letzten Rundbrief versprochen haben. Nach schweißtreibender Arbeit und ernüchternder Kostenbilanz, aber doch noch genugtuend ist unser zweites Ferienhaus (Zigeunerhaus) im Sommer fertig geworden. Es sieht gut aus und ist auch gut ausgestattet. Wohnküche, zwei Schlafzimmer mit je zwei Betten, Bad mit Vorraum, überdachte Terrasse, Carport, Weinlaube mit Aussicht sowie großer Garten sind seine Merkmale. Inzwischen ist das Haus auch schon von Gästen positiv getestet worden. Somit stehen nun zwei Ferienhäuser mit je vier Betten (+ Zusatzbetten) und ein Appartement mit zwei Betten (+ Kinderbett) für unsere Gäste zur Verfügung.

Weniger Glück hatten wir mit dem Gebäude in dem Ortruns Galerie und Teile des “Bauernhofmuseums” untergebracht werden sollen. Nach näherem Hinsehen erwies sich der Bau mehr sanierungsbedürftig als wir es ursprünglich dachten; wir mußten Türen und Fenster ersetzen und teilweise auch die Decken. Die Umbauarbeiten sollten z.Z. weitergeführt werden, doch ist es schrecklich kalt dort und wir müssen unsere Zeit für Brennholz machen opfern, damit es weiterhin warm bleibt bei uns. Somit bleiben Bauernklamotten, Mausefallen und Ortruns Bilder weiterhin in der Kiste.

Unser Tierbestand hat sich in diesem Jahr eher reduziert. Unsere Hängebauch – Schweinderl sind ausgestorben, nachdem es zum Schluß nur noch männliche Tiere gab und auch bei den Schafen zeichnet sich ein Ende ab, da unser “Vater – Schaf” dahinschied. Dagegen hatten wir einen ansehnlichen Federviehzuwachs, den aber auch Fuchs, Marder und Raubvögel prächtig fanden und uns viel Futter sparten. Weit trauriger traf uns jedoch der Abschied von unserer vierjährigen Lieblingsstute Hajnál, die nach einer bösen Tetanusinfektion und schrecklichen Qualen danach Mitte August eingeschläfert werden mußte. Nicht ohne schlechtes Gewissen uns selbst und böse Vermutungen wegen Unterlassung wichtiger Schutzimpfungen unserem Tierarzt gegenüber denken wir immer noch wehmütig an dieses wunderbare Tier, das bei uns das Licht der Welt erblickte, von uns großgezogen, von Ortrun mit viel Liebe und Zuneigung an die Künste des Reitens herangeführt wurde und uns und unseren Gästen sehr viel Freude bereitete. Sie ist ein wahrlich schmerzlicher Verlust und wir trösten uns mit der Erwartung auf, hoffentlich gesunde, Fohlen im April von Claudia und Hullam.

Das Schicksal hatte in diesem Sommer noch eine böse Überraschung für uns parat. Kaum zwei Wochen nach Hajnals Ableben kam die Nachricht vom Ende vom Abt, Ortruns (Beteiligungs-) Pferd in Neviges in Deutschland. Mit 27 Jahren konnte der liebe, alte Kerl nicht mehr; seine Uhr war abgelaufen. Trotzdem löste sein Fortgang Trauer aus, denn über ein Jahrzehnt war er nicht nur ein Reitpferd sondern auch ein Kamerad. Aber wenn auch unsere Verluste noch so bitter sind, sind sie nicht zu vergleichen damit, was nur wenige Tage später am 11.09. einige Tausend Meilen weiter westlich passierte, ein Ereignis das insbesondere Laszlo bewegte; noch vor einigen Jahren stand er selbst auf dem Dach eines der eingestürzten Türme. Auch wenn wir in einer abgelegenen und für Anschläge vermutlich uninteressantesten Ecke dieser Welt hausen, geht uns dieses Ereignis tief unter die Haut und bringt uns auch zum Nachdenken darüber, ob das scheinbar Wichtige auch so wichtig ist und das bisher Unwichtige nicht mehr Beachtung verdiente? Wer aber kennt den richtigen Weg? Wir hier müssen möglicherweise mit dem Verdacht leben, daß die rege Nachfrage nach Ferienplätzen hier auf die neue Angst vor dem Fliegen zurückzuführen sein könnte.

Der Sommer hatte aber auch lustige und unbeschwerte Seiten. Wir hatten sehr viel Spaß mit unseren Gästen, ob reitend oder nicht. Die vielen Kutschenfahrten, die wir mit ihnen unternommen haben, waren auch für uns jedesmal ein Erlebnis. Unser Dank möge sie verfolgen, bis wir mit ihnen wieder losfahren können. Wir haben auch Weinlese mit ihnen gemacht, daß heißt, den Grundstein für Festivitäten für nächstes Jahr gelegt. Die Ausbeute war ausgezeichnet, gut hundert Liter mehr als letztes Jahr. Ob der Wein auch die Qualität des Letztjährigen erreicht, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Damit es auch so wird geht Laszlo wieder in den Keller, sobald dieser Brief im Postsack verschwunden ist. Als nächster Arbeitsgang dort ist das zweite “Abnehmen” des Weines vom seinem Absatz dran, kombiniert mit einer Eiweißfällung durch Kälteeinwirkung draußen vor dem Keller. Ihr seid jetzt schon eingeladen zu einer (nach der anderen) Weinprobe im Neuen Jahr.

Die Weinlese haben wir noch zusammen mit unseren Helfern Pista und Annuska gemacht; damals lag der Alkoholgehalt des Weines bei 0,000. Mit steigender Konzertration fielen aber Arbeitslust und Arbeitsfähigkeit vom Pista rapide, bis diese bei 0,000 ankamen. Dann aber riß der Geduldsfaden bei uns und wir empfahlen Pista seinen Arbeitsplatz bei uns mit einem Platz in einer Entziehungsanstalt zu vertauschen. Das Letzte, was wir von ihm hörten, war, daß er auf dem Operationstisch in einem Krankenhaus landete, der Arme. Mit Pista ging auch Annuska von uns, lediglich ihr Hab und Gut liegt noch in Säcken bei uns auf dem Dachboden. Wer also die Beiden bei uns wiederzusehen glaubt, muß enttäuscht werden. Dafür findet er vermutlich Roland hier, wenn er uns bis dahin immun gegenüber seinen verbalen Eskapaden gekriegt hat.

Es gibt also manches Neues aus Kendli, dazu auch Einiges aus der Berufskiste, wenn auch kein “Garten des Jahres”, wie letztes Jahr. Neben seiner Arbeit bei den verschiedenen Bauten und immer wieder auch bei den Tieren mischte Laszlo auch außerhalb von Haus und Hof gelegentlich mit. Im Frühjahr organisierte er eine breitangelegte Landschaftsentrümpelung in insgesamt sechs der benachbarten Gemeinden und versucht z.Z. einen Regionalen Landschaftspflege- und Entwicklungsverband für den ausgedehnten Landstrich hinter unserem Gartenzaun zu gründen; eine Sisyphusarbeit, gar Lebensaufgabe bei insgesamt 19 Gemeinden bzw. Städten. Einige Interessenbekundungen aus Gemeindeparlamenten (auch aus der Stadt Nagykanizsa), wohlwollende Sympathiebekundungen aus Politikermunde und die Unterstützungsbereitschaft des Komitates (Landes) Zala liegen bereits vor. Für Anfang nächsten Jahres ist die erste Zusammenkunft der Beteiligten geplant; bis dahin müssen noch die notwendigen Finanzierungsmodelle ausgearbeitet werden. Drückt bitte alle Daumen, daß diese, für unsere Gegend sehr wichtige, Initiative vom Erfolg gekrönt wird.

Sonst haben wir in diesem Jahr beruflich eher mit unseren eigenen Gärten zu tun gehabt, wenn auch diese Beschäftigung nur bei unserem neuen Ferienhaus wirklich sichtbare Spuren hinterließ. Das Letztere wird aber insbesondere diejenigen zufriedenstellen, die den alten, müllhaldenhaften Zustand dieses Geländes gekannt haben. Auch im Milleniumspark in Laszlos Heimatgemeinde Ujudvar kamen wir ein kleines Stückchen voran und zwar mit der Errichtung des sog. “Bienenkorbes”, eines schattenspendenden, pergolenartigen Rankgerüstgebildes, das die Form des Wahrzeichens (Bienenkorb) der Gemeinde erhielt. Weiterhin wurde in Nagykanizsa das erste Klettergerüst an einem Kindergarten von den Kindern begeistert in Besitz genommen. Das Gerüst stellt einen Pfau dar und ist Teil des vom Laszlo erstellten Gesamtplanes für den Umbau des Kindergartengeländes. Laszlo muß dazu den Vorsitz des Stiftungskuratoriums für den Kindergarten übernehmen. Und damit wir nicht aus der Übung kommen, liegt zur Zeit auch noch die Planung für die Gestaltung eines innenstädtischen Wohnhofes in Nagykanizsa auf unserem Zeichentisch. Der Hof soll im nächsten Frühjahr gebaut werden.

Außer diesem Projekt ist nicht allzu viel geplant für die nächste Zeit, und schon gar nichts Spektakuläres. Demgegenüber wartet eine Menge Erhaltungs-, Weiterentwicklungs- und Verschönerungsarbeit auf uns in den Gärten und an den Häusern; es wird also nicht langweilig in Kendli. Wir denken auch an die Einrichtung von Kursen für Aquarellieren, Töpfern und Holzschnitzen, falls der Westwind uns die Nachricht von einem ausreichenden Interesse um die Nase wehen sollte. Das Malen wird Ortrun leiten, Töpfern und Schnitzen dagegen Freunde, die ihre Sache sicherlich sehr gut machen werden. Der Terminkalender für die Kurse ist hier bereits geöffnet; Ihr könnt Euch also melden. Zusätzlich überlegen wir den “Grundstein” für ein jährlich wiederkehrendes Künstlersymposium zu legen, das etwa im Herbst seinen Anfang haben sollte. Auch hierzu sind Ideen und Meldungen willkommen.

Nach € -Europa werden wir Ende Februar / Anfang März aufbrechen, um zunächst in Wien Ortruns März – Ausstellung vorzubereiten. Von dort aus fahren wir weiter gen Nordwesten, zu einem Vortrag über ungarische Tourismus im Auslandsinstitut in Dortmund am 07.03. Sicherlich ist dieses datum eine gute Gelegenheit zum Wiedersehen mit denen von Euch, die in Dortmund und im Umkreis von 1000 km um Dortmund wohnen, oder sich gerade in diesem Bereich aufhalten; wir würden uns sehr freuen, Euch dort wiederzusehen. Auch für Anfang Mai zeichnet sich eine Gelegenheit für eine Visite im Westen ab, denn dort gibt es etwas Neues, nämlich die Hochzeit vom Laszlos Sohn Alexander mit Tina im deutsch – holländischen Grenzraum mit anschließendem “Segeln in den Ehehafen” auf dem Ysselmeer.

Das etwa war das Jahr 2001. Wir hoffen daraus alles Wichtige verraten zu haben. Sollte noch etwas sein, was Ihr wissen möchtet, ruft an, mailt uns oder holt es hier selbst ab. Letzteres wird ab dem nächsten Frühjahr auch mit dem Flugzeug möglich sein, zumindest für Züricher, Dortmunder und Berliner, denn von den Flughäfen dieser Städte aus starten Charterer nach Sarmellek (ca. 15 km von hier); von dort aus können wir Euch mit dem Auto transportieren.

(Auf der nächsten Seite geht es weiter)

PS: Auch diesmal gibt es die Möglichkeit die Broschüre: Druckwürdiges aus Kendli käuflich zu erwerben und zwar zum “halben” Preis, nämlich für € 10,- statt DM 20,- im letzten Jahr. Das Heft enthält alle Rundbriefe (1- 6), außerdem Zeitungsausschnitte (auch neuere), einen Kalender “Für alle Fälle” und viel Wissenswertes von hier. Auch ein signierter Farbdruck eines “Ortrun – Werkes” ist dabei. Wer schnell reagiert, kann das zweite Exemplar überhaupt erhaschen und wer auch schnell bezahlt, kann sogar der Erste sein, der dies tut.

Wir haben nicht mehr die Hoffnung, daß dieser Brief Euch noch vor den Feiertagen erreicht, deshalb übermitteln wir die Überzeugung, daß Alles so geschah, wie Ihr es Euch gewünscht habt, daß die Geschenke passend waren, aber vor Allem, daß diese Tage für Euch und für Eure Lieben auch einen seelischen Gewinn brachten, woraus Ihr ein ganzes Jahr zehren könnt. Allen denjenigen, die Ähnliches uns telefonisch, per mail oder postalisch bereits gewünscht haben oder noch wünschen werden herzlichen Dank, wir freuen uns sehr über jede Regung von Euch, am besten aber, wenn Ihr auch “leibhaftig” hier erscheint. Für Reise- und Schreibfaule und für Telefonmuffel gibt es die Möglichkeit uns auch virtuell zu besuchen, nämlich im Internet durch Anklicken unserer Homepage oder über einen Auftrag an eine Suchmaschine mit den Stichworten: “Ortrun Czinki” oder “Ungarn Urlaub auf dem Bauernhof”.

Von Einigen von Euch haben wir schon seit längerer Zeit nichts mehr gehört, hoffen jedoch, daß nur der Zeitmangel oder der Ruhebedarf schuld an der Abstinenz ist. Es könnte jedoch auch sein, daß man nicht gestört werden will oder sich überfordert fühlt, die immer länger ausfallenden Rundbriefe aus Kendli zu lesen. Von diesen Freunden verabschieden wir uns hiermit herzlich und bedanken uns für ihren Beitrag zum Sparen von Portokosten. Für diejenigen, die dennoch weiterhin mit unseren Rundbriefen “bombardiert” werden möchten, haben wir eine kurze Rückantwort vorbereitet, die sie nur in einen frankierten Briefumschlag zu stecken und in einen Briefkasten zu werfen brauchen. Auch ein kurzer Anruf genügt, aber wir freuen uns auch auf die ersten € – Briefmarken auf Euren Antwortschreiben.

Nun wünschen wir Euch einen fröhlichen Übergang ins Jahr 2002 und alles, alles Gute, Glück und Zufriedenheit im Neuen Jahr Herzlichst Eure Ortrun und Laszlo aus Kendli.

Noch ein PS: Unser Fax spielt seit einigen Tagen böses Spiel mit uns; es gibt ankommende Nachrichten nicht heraus. Solltet Ihr uns auf diesem Wege erreicht haben wollen, seid Ihr sicherlich enttäuscht. Versucht es doch telefonisch, per Email oder durch die gute alte Post, wenn Ihr etwas eiliges mitteilen wollt; irgendwann im Januar werden wir auch auf dem Faxweg erreichbar sein.

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