Nostalgie Ferien Bauernhof Czinki

Romantischer Ferien Bauernhof im Landschaftspark Pannonhát, Nähe Plattensee, West-Ungarn

Ortrun und László Czinki, H 8756 Kisrécse Kendli (Sándormajor) Ungarn
Tel.: 0036 93 371 471; 0036 20 553 8012; e-mail: czinki@ferienhofczinki.hu; Facebook

Ein Bauernhof für ganz tolle Ferien auf einem der schönsten Ferienhöfe in Europa

Seit 1997 mehrere tausend zufriedene und meist wiederkehrende Familien und Gäste

Rundbrief Nr. 2, Dezember 1997

Liebe Freunde,

war sie nun schwanger die Claudia, oder war sie nicht? Nein, sie war es nicht; leider ist dies die Antwort auf die meist gestellte Frage der Rundbrief Nr. 1 – Leser. Dazu ist sie immer noch nicht schwanger, trotz wiederholter Deckversuche. Was Claudia verwehrt hat, schenkte uns freundlicherweise Hullám; sie präsentierte Ende Juli das prächtige Stutenfohlen „Hajnal” (Morgendämmerung) und dies mit einem wunderschönen, sanften Isabell-Kleid. Dieses freche Stück Pferdchen hat uns bereits sehr viel Freude bereitet und zusätzlich manchen unserer Gäste bezaubert.

Somit begleiten uns un drei Pferde bei unseren Ausflügen in die herrliche Landschaft um uns herum; in die Wälder, auf die weitem Felder, Wiesen und Weinberge. Manch offenes Kelterhaus hat uns bereits mit einem Schoppen und unsere Pferde mit dem Wassereimer empfangen. Am schönsten jedoch waren die Ausflüge zusammen mit unseren Gästen, die wir meist mit der Kutsche transportierten und dadurch ihnen, so hoffen wir, ein unvergessliches Erlebnis vermittelten. Im Gegenzug schenkten sie uns das Gefühl selbst im Urlaub zu sein; herzlichen Dank dafür an: Ruth und Paul, Christa und Horst, Rita und Hans mit Kindern, Maréz und Jürgen mit Kindern und Freunden, Gitta und Jost mit Kindern, Barbara und Wolfgang, Ursel und Wolfgang, Agnes und Winni, Ria und Hans, Claudia und Holdi, Ulla und Jóska mit Gästen, Evelyn und Alfred, Christine und Ernst-Otto mit Detlef, Uli und Gerhard mit Judith, sowie Martina und Tom. Sie alle vesperten mit uns am Weinberg oder Csónakázó tó (See); frühstückten in unserem, zwischenzeitlich ziemlich fertigen, Wohnhaus; schritten die Gegend ab; besträrkten uns in dem Glauben, wir wären einigermaßen gute Bauern und überdurchschnittliche Gastgeber; ritten unsere Pferde; aßen Früchte unserer Gärten; tranken unseren Wein der Marke “Selbstabfüllung”; versuchten sich als Nachfolger Attilas mit Pfeil und Bogen; bewunderten, streichelten und fütterten unsere Lidi und Morzsi (Hunde), Mici, Ici und Pici (Schafe), Flocki, Socki, Strümpfi und Möppi (Hängebauchschweine) sowie namenlose Kaninchen; aßen Eier unserer Hühner / Enten und “saugten Honig” unserer Bienen. Mancher von unserer Gäste wird von unseren Tieren, auch schon wegen der Extraportionen an Futter, süßer Zuckerstücke und saftiger Möhren vermisst; unter ihnen nicht zuletzt die Kinder, die nicht nur ihre Futtermeister sondern auch ihre gemeinsamen Spielkameraden waren.

Die Wiederstandsfähigsten unserer Gäste ließen es sich nicht nehmen wiederzukommen, um z.B. einen weiteren Ritt zu unternehmen – die 5km – Haus – Galoppstrecke miteinbezogen -, oder um eine noch abenteuerlichere Kutschfahrt mitzumachen; andere unternahmen sogar Feriensplitting und waren mal hier, mal in unserem Haus in Szigliget, inmitten eines romantischen alten Dorfes am Plattensee; den Vogel haben jedoch Babara und Wolfgang “abgeschossen”, sie kauften sich gleich ein Haus hier (für Nachahmer sind noch zwei Stück erwerbbar für DM 10.000,- bzw. DM 70.000). Einige neugewonnene Feriengast- Freunde trafen wir bereits wieder, anlässlich unserer Herbstreise nach Deutschland; es war schön, sie wiederzusehen.

Unvergessen bleibt für uns auch der Tag, als nicht weniger als dreizehn Flugzeuge des Essener Luftfahrvereins auf den nahegelegenen Flugplatz Sármellék für drei Tage hereinschwebten, mit insgesamt dreiunddreißig Mann Besatzung, die anschließend mit uns eine „Ungarische Bauernhochzeit” feierte, ein Weinbergfest am Weinhaus von Vetter Imre und seiner Frau Sári in Balatonszentgyörgy mitmachte und dann uns hier in Kendlimajor bei Wein, Schnaps, Schmalzbrot, Lecsó, Pogácsa u.a. beehrte. Unsere Fliegergäste genossen sichtlich das „Andere” hier, darunter die Kutschenfahrt zur Weimlese und Brotzeit am nahegelegenen Weinberg. Als sie wieder davonflogen, kam nicht nur die Erleichterung darüber, dass alles gut ging, sondern auch ein Stückchen Wehmut; vielleicht sogar nach der “anderen” Heimat Deutschland.

Inzwischen ist hier längst der Herbst eingekehrt, teils mit Frost, teils mit Regen und Nebel; wir haben nun ein anderes Kendlimajor; kurze Tage, kühle Luft und tiefer Boden für unsere Pferde. Aber auch eine zweite Seite hat diese Jahreszeit, als Zeit für Schlachtfeste, des Kaminfeuers und vor allem als Zeit der Vorbereitungen fürs nächste Jahr zum Weiterbau unseres kleinen Bauernhofes. Vieles ist noch unfertig hier, manches zu klein oder noch gar nicht vorhanden. So wollen wir ein weiteres Bauernhäuschen zum Gästehaus umbauen, um z.B. auch Kinderreit(lern)ferien (die ersten zu Weihnachten und Ostern), Reittouren (28.09. – 03.10. und weitere) sowie Kurse anbieten zu können und natürlich flexibel zu sein, wenn Ihr kommt. Weiter muss der Gästestall fertiggestellt werden, damit wir Pensionspferde aufnehmen können. Auch unsere Pferde brauchen mehr Koppelfläche, der Reitplatz und der Bogenschießplatz müssen weiterentwickelt und die Bewirtungsmöglichkeiten (Weinkeller, Laube) noch mehr “verungarischt” werden. Außerdem steht der Wunschtraum von László, das “Lebendige Bauenhofmuseum”, auf dem Plan, wozu wir schon fleißig Gerätschaften sammeln. Ein Nostalgieraum ein Raum für Antiquitäten, einer für Galerie für Ortrun, ein Bastelraum sowie Platz für Lászlós Fallensammlung mögen ebenfalls untergebracht sein. Auch einige Haustiere mehr würden dem “lebendigen” Museum und dem Frühstückstisch (Eier, Schinken etc.) gut tun, sowie ein Pony für Conny, Lászlós erstes Enkelkind (06.09.97, Mutter: Michaela).

Aber auch der ungarische Bauernhimmel ist nicht ganz ohne Wolken. Lászlós Herz bleibt weiterhin bremsender, vielleicht auch begrenzender, Faktor, trotz zufriedenstellendem Verlauf nach seiner Attacke und Ortrun sitzt seit dem 01.11. im „Schoß” der „Öffentlichen Hand” (Grünflächenamt Ratingen, Tel.: 02102982756). Wir hoffen und sind zuversichtlich, dass es László weiterhin gut gehen wird, und dass Ortrun zum Frühjahr wieder an ihrem Herd hier steht, ihre Tiere füttert, Claudia bereitet, den Gemüsegarten bestellt, unseren Wohngarten verschönert und vor allem Euch, wenn Ihr kommt, mit der verdienten Wärme empfängt.

Beiliegend findet ihr zwei Prospekte (leider nur schwarz-weiß), einen von unserem Gästehaus hier und einen von unserem Haus in Szigliget. Wir würden uns sehr freuen, wenn diese Blätter Euch zu einem Besuch, und somit zum Wiedersehen mit Euch, bewegen würden. Solltet Ihr bereits andere Reiseziele haben, oder Euch nicht “über die Grenze trauen”, so habt Ihr sicher die Gelegenheit die Prospekte Freunden, Verwandten und Kollegen zu zeigen; vielleicht sind sie intressiert zu uns zu kommen, sogar schon zu Weihnachten oder danach, etwa zu Pferdeschlittenfahrten, zum Kuren, oder nur so. Auch das Haus in Szigliget ist zu den Feiertagen noch frei.

Nun bleibt uns nur noch der Wunsch, bald von Euch zu hören; schreibt mal (wieder), bei jeder, noch so kurzen Zeile von Euch wird uns warm ums Herz. Und auch diesmal die Bitte um Nachsicht, wenn wir unsere Verbundenheit zu Euch nicht durch persönliche Zeilen sondern nur durch diesen “Rundbrief” ausdrücken können; unsere Tiere, Pflanzen, Halbruinen lassen uns leider keine andere Wahl. Auch ist es kein böser Wille, wenn wir Euch auf Euere Briefe nicht oder nicht prompt antworten. Zum Trost wird es wieder irgendwann einen Rundbrief (Nr. 3) geben, in dem wir erneut über uns, dazu auch über „Berufliches” berichten wollen.

Zum Schluss, aber umso herzlicher, wünschen wir Euch gesegnete Feiertage und alles, alles Gute zum Neuen Jahr.

Herzlichst, Eure Ortrun und Euer Lászlo