Nostalgie Ferien Bauernhof Czinki

Romantischer Ferien Bauernhof im Landschaftspark Pannonhát, Nähe Plattensee, West-Ungarn

Ortrun und László Czinki, H 8756 Kisrécse Kendli (Sándormajor) Ungarn
Tel.: 0036 93 371 471; 0036 20 553 8012; e-mail: czinki@ferienhofczinki.hu; Facebook

Ein Bauernhof für ganz tolle Ferien auf einem der schönsten Ferienhöfe in Europa

Seit 1997 mehrere tausend zufriedene und meist wiederkehrende Familien und Gäste

Rundbrief Nr. 15, Weihnachten 2010 / Neujahr 2011

Liebe Freunde,

leicht anders als sonst war es schon zur Mitternacht am Neujahrstag 2009/2010; es gab weniger Knaller und die es gab knallten leiser und auch die Raketen entfalteten sich schmuckloser und flogen tiefer als sonst. Bescheidenheit also auch im scheinbar grenzenlosen Ungarn; oder es reichte halt nicht für mehr, mitten in der Wirtschaftskrise.

Krisenluft gab es auch nach der silvesterlichen Knallerei, denn Gardisten in Milizklüften waren auch danach noch auf Straßen und Plätzen zu sehen und weckten Ängste. Aber statt der braunen Flut kam Anfang Oktober die rote, quasi über Nacht; zähflüssig deckte sie zwei Ortschaften zu, färbte sie rot und forderte viele Opfer, auch unter Menschen. Danach fand sich Ungarn, wie auch schon bei der Beinahe-Saatspleite ein Jahr zuvor wieder einmal in den Schlagzeilen der Weltpresse wieder; diese Art Popularität hat dieses arg gebeutelte Land wohl kaum gebraucht. Uns selbst schirmte die 150 km-Luftlinie zur Flutlawine zwar ab, doch die sonst üblichen Herbstbuchungen blieben fast völlig aus.

Zwischenzeitlich redet hier kaum jemand mehr über die Beinahepleite oder über den braunen Sumpf, auch die rotschlammverschmierten Ortschaften sind wieder fast reingewaschen und unser Gästebuch füllt sich so langsam wieder. Aber kaum waren die Köpfe wieder frei, kam auch schon die nächste Krise, eine, die einen so richtig durcheinander schüttelt, denn sie geht bis ins Knochenmark. Dabei handelt es sich um eine Art Identitätskrise, die uns schön langsam, wie der Herbstnebel überdeckt. Seit Menschengedenken lernt man in der Schule und hört anderswo, daß das Volk der Magyaren der „Finnisch-Ugrischen” (ungarischen) Völkergemeinschaft entstammt und vor ca. 2000 Jahren aus Zentralasien (ca. Mongolei) nach Europa und vor rund 1100 Jahren ins Karpatenbecken, also ins heutige Ungarn, zog. Auch László fühlte sich diesem sonderbaren Menschenschlag zugehörig, wenn auch sein, eher germanisch klingender Familienname seinen Stolz nicht gerade rechtfertigte. Nun soll es plötzlich anders sein? unglaublich! Etwa im September flog uns via Netz die Nachricht zu, daß es mit den Finnen so gar nicht stimme; die Ungarn seien Mitteleuropäer, wie Franken, Allemannen oder andere Europabewohner auch, basta. Zur Verdauung dieser Neuigkeit und zur Freude über die schmeichelhafte, zivilisationsnahe Abstammung waren uns nur wenige Tage gegönnt, denn prompt kam die Kunde über eine angeblich sumerisch-skythische Herkunft mit Hinweis darauf, daß somit auch der Sohn des Allerheiligsten ein Verwandter sein könnte; welch eine seelenrührige Aufwertung gegenüber der bisher geglaubten, eher nomadenhaften Abstammung.

Es kam aber noch dicker. Nicht mit Finnen, Sumerern, Skythen oder Europäern seien die Ungarn verwandt, sondern mit Chinesen, Koreanern und Japanern und noch mehr, die Ungarn seien ihre angebeteten „Leitwölfe” auch nach seit tausenden von Jahren dauernder Trennung. Na also: die DDR hatte einen reichen Bruder, Ungarn hat somit gleich drei; aber wo bleiben denn die „Aufbau Ungarn” – Milliarden aus dem fernen Osten?

Nur keine Aufregung, diese werden wohl kaum kommen, denn auch diese vermeintlichen Brüder und Schwestern haben aus dem Netz entnehmen können, daß es mit der Verwandschaft doch nicht so ernst sei, denn die Ungarn seien nicht etwa Asiaten, sondern die europäischeste aller Nationen in Europa, Ureuropäer quasi. Sie sollen vor allen anderen Völkern schon in Europa gewesen sein und noch mehr, sie erfanden so ziemlich alles, was seit der Einführung des aufrechten Ganges hier von Bedeutung war, so z.B. das Rad, weiterhin die Metallverhüttung, züchteten die heutigen Tierrassen und Getreidearten aus und vieles mehr. Welch eine sorgenfreie Zukunft blickt nun auf dieses sonst so gebeutelte Volk; Lizenzen werden fließen aus Stahlwerken, Metzgereien, Bäckereien und auch von Benz, Toyota und Konsorten, die ihre Vehikel sonst von Rad- auf Kufenbetrieb umrüsten müssten.

Schweres Los also für László, der nicht weiß, in welche Richtung er sich bekennen soll. Zur Zeit tendiert er zu Wurst, Brot und Rad, aus rein praktischen Gründen versteht sich, erwartet aber noch

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Vorschläge mit sachkundigen Begründungen, wobei DNA – Beweismittel nicht mehr benötigt werden,

denn von solchen werden alle vorgetragenen Varianten bereits gestützt.

Aber selbst der zäheste Vogel landet irgendwann mal auf der Erde; so sind auch wir gehalten bei unserem alten, reichlich verbeulten Radgefährt zu bleiben bis wir ihn durch ein radloses Sim-Sala-Bim-Wunderauto ablösen können, das aber noch – vermutlich von einem Ungarn – erfunden werden muß. Immerhin tut der alte Allesschlucker gute Dienste und brachte uns dieses Jahr sogar bis ins Ruhrgebiet, zum Bodensee, München, nach Südtirol, Graz, Székesfehérvár, Pécs, Budapest und absolviert die Strecke Kendli – Nagykanizsa fast täglich. Im vergangenen Sommer hat er auch Hänger ziehen gelernt und steckte dabei das gelegentliche Hufescharren darin ohne Widerspruch weg. In Österreich hat er sogar das Interesse freundlicher Ordnungshüter geweckt, als er eine raffiniert ausgetüftelte Geschwindigkeitsbegrenzung übersah.

Ungarn wartet aber nicht nur mit Verkehrszeichenignoranten, sondern auch mit ehrbaren Leuten auf, die ihrerseits auch geehrt werden wollen. Bei der handvoll Landesbewohnern und bei der Vielzahl der an den Mann zu bringenden Preisen kommt wohl jeder Ungar einmal im Leben in die Verlegenheit einen schmucken Klunker umgehängt zu bekommen. László traf es bereits zum dritten Mal, davon zweimal alleine in diesem Jahr. Nach dem „Garten des Jahres”- Preis in 2000 kam der Tourismuspreis des Komitates Zala im Januar und eine Auszeichnung im Rahmen der nationalen Runde des „Europäisches Unternehmen” – Wettbewerbes Anfang Dezember. Letzteres Ereignis sitzt noch tief in Erinnerung; draußen kalt, drinnen würdig-feierlich, inmitten reichverzierter Gründerzeitgemäuer des Wirtschaftsministeriums in Budapest.

Budapest; eine Stadt so nah und doch so fern; so majestätisch und doch so schmuddelig; eine Stadt der Widersprüche, eine Stadt, die dich in ihren Bann zieht, gleichgültig, ob du sie liebst oder nicht. Verborgene, phantastisch anmutende Baudetails fast überall, auch mal unter Rost und Staub, dazu vergessene Geschichten en masse unter Putz und Pflaster; hier schlug mal der Puls der Zeit. Und was bleibt wohl hängen als bleibende Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag? Der Staatssekretär bei der Preisübergabe, seine Sekretärin mit den ermunternden Worten zum Weitermachen, die fast feudale Athmosphäre des Kaffehauses nebenan, die überwältigenden Eindrücke aus den volkskulturellen Sammlungen des Nationalmuseums für Geographie oder bloß die würdelos asphaltierenden Teermaschienen vor dem, in beispielloser Eleganz alles überragenden Parlamentsgebäude. Das Letztere könnte es sein, verbunden mit der Hoffnung auf ein baldiges Verschwinden des frisch eingebrachten Asphalts zugunsten eines, diesem Ort adequaten Ambientes und Materials.

Die beeindruckenden Themendarstellungen aus vergangenen Zeiten im Nationalmuseum, die auch viele Anregungen für unsere eigenen Sammlungen brachten, waren schon die Höhepunkte unseres Außer-Haus-Kulturprogrammes in diesem Jahr. Aber auch weitere Erlebnisse und Orte kamen dazu, wie auch das neue Folkwangmuseum in Essen mit all den Meisterwerken des Ex- und Impressionalismus, durch die unsere Freundin Marianne sachkundig führte, oder die Austellung unserer Bildhauerfreundin Judit Hagner aus Wetzlar in Pécs, im Rahmen des ungarischen Kulturhaupstadt-von-Europa – Programmes. Auch andere Veranstaltungen und Ausstellungen -teils mit Beteiligung von Ortrun- gehörten zu der kulturellen Erlebnisreihe von 2010. Ortrun stellte im Kulturhaus unseres Ortes aus und war bei Gemeinschaftsausstellungen in Nagykanizsa und in Klagenfurt dabei. Sie malt inzwischen verstärkt auch Landschaften, wenn auch ihr charakteristischer Stil immer noch bei ihren Blumen- und Pflanzendarstellungen, sowie Stilleben zur Geltung kommt. Neugierige mögen sich zum Bestaunen ihrer Bilder in ihrem Galerieladen und in unseren Ferienwohnungen, wo einige ihrer Werke hängen, einfinden.

Der Besuch des Folkwangmuseums war eigentlich nur ein Nebenprodukt einer Jubiläumsveranstaltung

der AHT, Lászlós Arbeitgeber in den 60-er und 70-er Jahren, in der Philharmonie in Essen. Bei der AHT entstanden wichtige und bedeutende Projekte von László, wie auch sein Beitrag zum Nordrhein-

Westfalen-Programm 1980 und Andere mehr. Demzufolge war es ein besonderes Erlebnis für ihn alte Weggefährten, so auch seine damalige Sekretärin Susanne zu treffen und Erinnerungen auszutauschen

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aus einer, auch legendären, Pionierzeit. Unterwegs nach und von Essen klopften wir bei Tochter

Michaela in Kösching, beim Sohn Alexander in Aschaffenburg, bei Martina und Tom, Tante Inge, Onkel E.und Rosemie in Wuppertal, Freundin Maggi bei Nördlingen, Bruder Ekki bei München, Freund Richard in Altötting und schließlich beim Vater in Sipplingen am Bodensee an; pro Nacht gab es ein anderes Bett, wofür wir uns, einschließlich der Betthupferl herzlich bedanken.

Mehr gemütlich dagegen fiel unsere Reise ins Villnösstal in Südtirol im Oktober aus, wo wir mit Ortruns Vater Paul und seiner reizenden Lebensgefährtin Lilo tolle Wanderungen unternahmen im tiefen Neuschnee und in dünner Luft (2000 m über Null!), dazu staunten wir nicht schlecht über Schafe und Kühe und lernten Fachliches in dieser, seit Langem schon vom Tourismus geprägten Region. Die Natur ist dort majestätisch, die 3000-er scheinen greifbar nahe und beeindruckende Perspektiven gibt es auf Schritt und Tritt. Angekommen in unserem Quartier resümierten wir aber doch, daß wir mit unserem Kendli-Projekt auch nicht so schlecht unterwegs sind in der Welt des Urlaub-auf-dem-Bauernhof – Tourismus, auch wenn wir die 3000-er erst noch aufschütten müssen.

Zurückgekehrt in den postsozialistischen Realismus in Ungarn hieß es erst mal drohenden Frostschäden vorzubeugen und Holz zum Heizen für den Winter zu beschaffen, zu sägen, zu spalten und einzulagern. Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk tauchte im Herbst rechtzeitig eine Maschine zum Zerkleinern von Holzgeäst auf unserem Hof auf, womit wir nun unser, zwischenzeitlich hoch aufgetürmtes Abfallholz zu Schnitzelgut verarbeiten und dieses mitverheizen können. Damit ist der erste, wenn auch nur kleine Schritt, nicht nur zur nachhaltigen Selbstversongung, sondern auch zur automatisierten Beheizung unserer Gebäude getan. Die nächsten Schritte werden voraussichtlich schon schwieriger werden, da dazu neben kostenträchtigen Einrichtungen auch eine, sicherlich nicht einfach werdende nachbarschaftliche Kooperation benötigt wird. Unabhängig von geträumten Ideallösungen erhielten Haus Veri und Kati bereits eine gemeinsame Zentralheizung mit einem Holzvergaserofen und der Hofbetrieb bekam eine Heizzentrale, die mit Ausnahme von Haus Jani alle Gebäude versorgt. In Arbeit ist zusätzlich die Installation von Sonnenkollektoren zur Sicherung des Warmwasserbedarfes und zur Unterstützung der Heizungen.

Heizen ist Hauptthema bei uns bereits seit Wochen, wenn auch unsere Minus-Temperaturen mit denen in Deutschland nicht Schritt halten können; Germany ist super auch bezüglich Frost! Auch der Schnee reichte bisher nur bis zum Knie und verabschiedete sich schon nach wenigen Tagen wieder. Bevor er aber ging, bescherte er uns noch einige Ausflüge auf Brettern direkt hinterm Haus; es war ein herrliches Erlebnis durch den unberührten Pulverschnee zu gleiten, Wildspuren zu lesen und die, wie ein Gemälde ausgelegte, Landschaft zu genießen.

Nicht so romantisch haben es unsere Tiere in diesem harten Winter. Ponys und Pferde scharren nach Gras unterm Schnee, suchen windgeschützte Stellen auf und sind überglücklich, wenn unser Miklos mit der ersehnten Heuration um die Ecke kommt. Auch die Versorgung mit Trinkwasser stellt Aufgaben, trotz automatischer Tränke. Das Wasser kommt schon zu kalt in der Tränke an und gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Leben der Tiere. Unserer Lieblingsstute Claudia und unserer Eselin Moni, die, vor Jahren schon, jeweils im Winter verendeten, müssen wir möglicherweise aus diesem Grunde nachtrauern. Aber nicht nur kaltes Wasser birgt Gefahren in sich am Hof, sondern auch hungrige Räuber, wie Fuchs, Marder etc.. So kam vor wenigen Tagen auch unsere letzte Wildente ums Leben, die Truthähne waren schon früher dran.

Sonst leben wir und leben auch unsere Tiere etwa so, wie in den früheren Jahren auch; es gibt jedoch Verluste. So haben wir Dagi von Chippendale, unseren treuen Dackelmischlings-Hofhund durch eine verhängnisvolle Attake seiner Artgenossen von nebenan verloren; Gästekinder haben ihm einen würdigen Abschied zelebriert mit Kreuz und Blumenkranz und er wird uns für immer in lieber Erinnerung bleiben. Seinen Platz nimmt jetzt Pogi, ein lieber und schöner Mischligsrüde aus dem Tierheim, ein, der sich mit Dagis Freundin Tina ausgezeichnet versteht.

Auch unserem Zackel (Racka-) Schafbock trauen wir seit dem Frühjahr nach, er verabschiedete sich

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plötzlich und ohne jede Vorwarnung. Zu seinem Abschied kamen auch unsere Pferde, verweilten eine

Zeit lang am Grab und erst danach gingen sie wieder; wer sagt, daß Tiere nicht trauern können? Zwei freundliche Wollschafe nehmen jetzt den Platz des Verstorbenen ein und verzücken uns und unsere Gäste mit ihrer Anhänglichkeit. Und hier oben, an unserem Wohnhaus residiert seit einigen Wochen Bella, eine kleine, weiße und hübsche Puli- Hündin, die zunächst mal als Gast bei uns ankam und vielleicht für immer bleibt. Bella verteidigt das Grundstück nicht nur energisch, sondern hinterläßt oft bleibende Erinnerungen, vornehmlich an Hosenbeinen unvorsichtiger Eindringlinge. Bella ist auch eine willkommene Ergänzung zur, mittlerweile 15- jährigen Morzsi und zur Lidi-Nachfolgerin Sissi, der Prinzessin auf der Erbse und Liebling von Frauchen und Besuchern.

Zum Dasein auf dem Lande gehört auch ein Schuss Gesellschaftsleben, das sich aber eher in der Stadt nebenan vollzieht. Vorträge, Konzerte, vor allem aber Bälle beherschten auch in diesem Jahr die Szene, Letztere mit der obligatorischen Tombola und den, oft turbulenten Tanzparaden auf historischem Parkett. Eine der Einladungen kam von den Damen, die im Herbst schon zum wiederholten Mal eine fröhliche Hofparty bei uns feierten. Weitere Besuchergruppen, teils aus entlegenen Winkeln des Landes, dazu Schulklassen, Kindergartengruppen besuchten unseren Hof und bedachten uns mit Lob und Dank. Nächstes Jahr, wenn sie wiederkommen, werden sie auch das „Museum” in Würde und auch ein bischen Glanz erleben; die laufenden Restaurierunsarbeiten lassen diese Erwartung zumindest zu. Das Museum wird auch für den, von uns gesponsorten Kindergarten neue Themen bescheren, der allsommerlich ländliche Lebensart erforschende Kindergartenkinder in Wochenturnus auf unserem Hof plaziert.

Trotz der zahlreichen Gruppen und Grüppchen, die bei uns ein- und ausgehen sind es unsere Feriengäste, die unser Leben hier insbesondere prägen. Und von Gästen gab es auch in diesem Jahr reichlich und wieder einmal von der besten Sorte. Der „Filter” am Hoftor wirkte nach wie vor hervorragend; nur die Lieben und Netten kamen durch. Sie bevölkerten dann den Hof und brachten Leben und Stimmung hinein. Sie ritten, spielten Tischtennis, betätigten sich als Bogen- und Luftgewehrschützen, töpferten, machten Kapriolen auf dem Trampolin, fuhren wagemutig auf der Tarzanbahn hinab, putzten Pferde, Ponys und Esel, backten mit uns Pizza im Backofen, faulenzten, tranken unseren, wieder einmal angenehm mundenden Wein, machten unsere Fahrten mit der Kutsche und der Eisenbahn mit und philosophierten mit uns im Dühöngõ (Partyschuppen) über Gott und die Welt. Liebe Gäste, Ihr wart alle toll und seid bitte nicht böse, wenn wir hier niemanden hervorheben, außer unsere Praktikantin Judith, die uns auch in diesem Jahr längere Zeit tatkräftig zur Seite stand.

Unvergesslich sind auch die Gästekindervorstellungen in unserem Scheunentheater und die Musikabende mit Ferenc und Lajos. Prägende musikalische Ereignisse waren auch das Konzert von unserer Freundin und Jazztalent Tamara aus Budapest / Paris und der Abend mit der Dreigenerationen-Musikerfamilie Baráth aus Nagykanizsa, wo Enkelin Querflöte, Tochter Akkordeon und Großvater Tárogató, die ungarische Klarinette, spielte. Den Höhepunk des Jahres stellte Mitte August das Hoffest mit zahlreichen Aktivitäten und Besonderheiten, wie Backen im Backofen, Keramikbrennen, Bogenschießen, Glasblasen, Volkstanz, Vorlesung sowie Musik aus den Istrumenten einer lustigen Band aus Székesfehérvär. Sommerliche Musikabende und das Hoffest werden auch nächstes Jahr wiederkommen, dazu das Pfingstfest, verbunden mit dem „Tag der offenen Tür” und immer wird es unseren Wein geben, der jetzt schon eine gute Qualität verspricht.

Bei aller Fröhlichkeit denken wir auch an all jene, die mit ihrer Nähe und ihrer Freundschaft lange Jahre unser Leben bereichert haben, aber nicht mehr mit uns feieren können; sie werden immer mitgemeint sein, wenn wir unser Glas erheben, auch jetzt, wo wir Euch zuprosten und alles Gute für das Neue Jahr wünschen, Gesundheit, Zufriedenheit und das, daß wir uns bald wieder sehen. Wir bedanken uns für die vielen Grüße, Glückwünsche und Geschenke aus den letzten Tagen und bitten um Nachsicht für Versäumtes, auch anläßlich unserer Fahrten, bei denen wir -trotz räumlicher Nähe- rein aus Zeitmangel nicht anklopfen konnten.

Herzlich Ortrun und László