Nostalgie Ferien Bauernhof Czinki

Romantischer Ferien Bauernhof im Landschaftspark Pannonhát, Nähe Plattensee, West-Ungarn

Ortrun und László Czinki, H 8756 Kisrécse Kendli (Sándormajor) Ungarn
Tel.: 0036 93 371 471; 0036 20 553 8012; e-mail: czinki@ferienhofczinki.hu; Facebook

Ein Bauernhof für ganz tolle Ferien auf einem der schönsten Ferienhöfe in Europa

Seit 1997 mehrere tausend zufriedene und meist wiederkehrende Familien und Gäste

Rundbrief Nr. 12, Weihnachten 2007 / Neujahr 2008

Liebe Freunde,

der Winter erschien bereits nicht nur kalendarisch, sondern auch “leibhaftig”. Er deckte Kendli mit seinem weißen Mäntelchen zu, brachte Eistage und auch viel Wind, wohl damit er von Keinem, auch nicht von Blinden, übersehen wird. Eines aber vergaß er mitzubringen, nämlich winterliche Beschaulichkeit und Zeit zur inneren Einkehr. Denn immer noch beschäftigen uns Restarbeiten aus dem Herbst, Vorkehrungen auf die kalte Jahreszeit und Vorbereitungen auf die nächste Saison. Letzteres tun wir, damit unsere Gäste auch künftig zufrieden sein werden und wir dem Anspruch zu den schönsten Ferienhöfen Europas zu gehören, weiterhin genügen können. So bauen wir z.B. z.Z. unser neues Ferienhaus Veri um und richten einen Sanitärraum am Hof ein. Heute haben wir Haus Pici entwässert, um es dem Wintergespenst Frost zu entreißen und wir richteten die Hufe unserer Pferde und Ponys. Gestern versetzten wir den “Primeur”, unseren neuen Wein, in den Winterschlaf und morgen werden wir Holz einbunkern, damit der Winter nicht zu einem Alptraun für uns wird, denn wir glauben und hoffen, daß er nicht gleich wieder weiterzieht, etwa zum Nordpol, wo er ja bekanntlich noch dringender gebraucht wird als bei uns.

Eines wird uns aber auf jeden Fall bald verlassen, nämlich das Jahr 2007 und das schneller als es uns lieb sein sollte. Von seinen “Siebenmeilenstiefeln” sehen wir nur noch die Hacken und verschwommen noch seinen Sack, vollgepackt mit Erlebnissen und Erinnerungen; Zeit also ihm einige davon zu klauen und auf die Festplatte zu “meißeln”, bevor sie im Dunkel des Winters für immer verschwinden.

Erlebnisse und Erinnerungen, mit welchen fängt man aber an? Mit den Angenehmen etwa, oder mit den mehr Alltäglichen oder sogar damit, was einer selbst als Erstes zum Müllberg befördern möchte. Zu diesen gehört z.B. auch, daß uns auch dieses Jahr nicht gelang unser “Bauernhofmuseum” zur vorzeigbaren Einrichtung weiterzuentwikeln, daß immer noch keine Sonnenkollektoren auf den Dächern zu finden sind, daß László seinem Prediger in der Dorfkirche nur selten zuhöhren konnte, daß er den Kontakt zu seinem alten Studentenseelsorger Josef, der zwischenzeitlich auf den Namen Benedikt hört und in Rom wohnt, nicht geschafft hat, daß sein Landschaftspark hier nur schwer aus den Startlöchern kommt oder, daß wir, trotz eines Kurzbesuches an der Adria im Frühjahr, immer noch hinter den eigenen Erwartungen bezüglich Urlaubsreisen geblieben sind.

Dies alles ist jedoch eher verkraftbar, denn sowohl Gesundheit als auch Betriebsklima haben standgehalten. Lászlós Herz arbeitet mit Medikamentenunterstützung wacker weiter und auch Ortruns Knie scheint die Wende zum Besseren genommen zu haben, nachdem ihm Schwiegersohn Michael mit seinem Chirurgenskalpell zu Leibe gerückt war. Im Herbst ritt Ortrun bereits wieder und erntete Leckeres in ihrem Gemüsegarten und von unseren Obstbäumen. Und nach den Feiertagen hoffen wir unsere Leiber doch mal wieder im Sud nahegelegener Thermal- und Heilbädern “wässern” zu können; bis dahin bleibt uns nur der gelegentliche Gang in unsere eigene Sauna, nicht nur zum Vergnügen sondern weil dies nach landläufiger Meinung auch der Funktionsfähigkeit von Leib und Seele dienlich sein soll.

Heilbad und Sauna könnten unserer Hündin Lidi, der langjährigen Lebensbegleiterin und Haushüterin gefehlt haben, denn sie verabschiedete sich Anfang Oktober für immer von uns. Es war schwer ihrem langsamen Weggang tatenlos zusehen zu müssen, denn wir erlebten sie in all den Jahren unseres Daseins hier in Kendli als die agile und gewissenhafte Freudin und Beschützerin. In ihren letzten Tagen sah man ihr sichtlich an, wie schwer es ihr fiel, ihren Dienst nicht mehr tun zu können. Auch Morzsi, ihre Wegbegleiterin, konnte das Geschehen nicht begreifen; sie deckte sie

zunächst ab, um sie zum Aufstehen zu bewegen und deckte sie wieder zu, als sie keine Chance mehr dazu sah. Lidi ruht nun in unserem Garten; ein junger Baum wird die Erinnerung an sie am Leben halten und natürlich Sissi, ihre Nachfogerin, die kleine junge und liebe schwarze Dackelmischlingshündin, die wir bald nach Lidis Tod aus dem Tierheim geholt haben.

Auch sonst sind unsere Verluste beträchtlich. Die Wildkatze vom letzten Jahr hat uns wiederentdeckt und, wohl zusammen mit Sinnesverwandten, unseren Geflügelbestand fast zur Gänze “abgewickelt”. So müssen wir im Frühjahr den ganzen Truthahn- und Wildentenbestand ersetzen und von den Hühnern sind auch nur wenige, vom Perlhuhnbestand lediglich ein einziges Exemplar, geblieben und der Winder ist ja noch lange nicht um. Sämtliche unserer Maßnahmen zur Verhinderung der Selbstbedienung der Räuber sind fehlgeschlagen; die aufgestellte Falle hat lediglich eine unserer eigenen Katzen, Luci, gefangen, Gott sei Dank lebend.

Sonst geht es unseren Tieren pudelwohl, lediglich Cesar, unser behinderter Wallach, hat unter dem eisigen Boden und seinen Mitpferden zu leiden; er kann seine Viere halt nicht so gut koordinieren und sich auch nicht gut wehren. Die Ponys haben seit ein paar Wochen ein eigenes Ponyhaus auf unserem eigenen Gelände und wir können wieder gut schlafen, denn der bisherige Verschlag auf dem Nachbargrundstück wurde mehr und mehr baufällig und somit auch gefährlich. Katzen und Hasen vermehrten sich auch in diesem Jahr gut; z.Z. haben wir vier kleine nette Häschen und vier süße Kätzchen. Drei der Jungkatzen haben die Herzen bestechlicher Gäste erweicht und die ungarische gegen die deutsche Staatsbürgschaft getauscht. Die verbliebenen Katzen, wie auch unsere Hofhunde Dagi und Tina finden sich z.Z. nur schwer mit der gästelosen Zeit ab, sie versammeln sich regelmäßig vor den Haustüren, wohl hoffend darauf, daß diese sich öffnen und ihnen entweder Einlaß gewährt, oder zumindest die Schale mit frischem Leckerli oder feiner Milch herausgereicht wird. Helena, unsere junge Stute schaffte wieder einmal den Bogen um den Sattel; Feri, der außerwählte Bereiter hatte, neben seinem eigenem Reitbetrieb, keine Zeit zum Anlernen oder er fand immer wieder anderweitige, sichtlich lukrativere, Tätigkeiten. Da auch das Anlernen unserer Ponys zum Kutschenziehen mißlang, – beim Anlernversuch landete das Ponygespann samt Kutsche im Zaun zum Nachbarn – werden wir im Frühjahr noch Einiges zu tun haben, um Versäumtes nachzuholen. Und dann gibt es noch unsere Zackelschafe Lacika und Bari, die im Frühjahr unser altes Schaf ablösten und uns auch die schwere Aufgabe der Schur aufbürdeten; ihre Haare sind jetzt schon bodenlang. Sonstige Hoftiere entzogen sich unserem Blickfeld, oder sie traten nur wenig in Erscheinung, so z.B. die Mücken als ob sie verständnisvoll auf den Rückgang des Schwalbenbesatzes am Hof reagieren wollten.

Kleine Veränderungen gab es auch dieses Jahr am Hof . Ab dem Sommer gehört auch Haus Veri voll zu unserem Gästehausbestand und auch ein weiteres Weingrundstück haben wir uns zugelegt, nachdem es offensichtlich wurde, daß das Alte auf die Dauer nicht mehr zu halten sein würde, denn das Wild aus den Nachbarwäldern dezimierte nicht nur die Ernte, sondern auch die neugepflanzten Weinstöcke. Auf dem neuen “Weinberg” steht auch ein altes Kelterhaus (Pince), ausgerüstet mit Gerätschaften zur Weinbergbewirtschaftung und zur Weinherstellung, darunter auch eine alte, große Weinpresse aus Holz, eine Attraktion für sich. Wir hatten zudem das Glück den diesjährigen Traubenertrag bereits in eigene Fässer horten zu dürfen, es wird also einen weiteren Wein zu Verkosten geben, wenn Ihr nächstes Jahr wiederkommt. Auch Äpfel, Wallnüsse, Kastanien und Mispel fanden den Weg in unsere Vorratsbehälter. Haus Veri befindet sich z.Z. im Umbau und steht zum Saisonbeginn als Gästehaus ebenfalls zur Verfügung. Neben der Wohnküche wird es dort zwei Schlafzimmer, jeweils mit eigenem Nassbereich, geben. Auch für die Wirtschaftsgebäude im rückwärtigen Teil des Grundstückes spinnen wir Pläne; hier gäbe es Möglichkeiten zur Schaffung zweier Ferienwohnungen und eines kleinen Badebereiches mit Schwimmbecken etc. Baulich gesehen haben wir in diesem Jahr sonst nur Zäune, Pergolen und gelegentlich auch Wände gestrichen; der Hof sieht inzwischen noch schnuckeliger aus.