Nostalgie Ferien Bauernhof Czinki

Romantischer Ferien Bauernhof im Landschaftspark Pannonhát, Nähe Plattensee, West-Ungarn

Ortrun und László Czinki, H 8756 Kisrécse Kendli (Sándormajor) Ungarn
Tel.: 0036 93 371 471; 0036 20 553 8012; e-mail: czinki@ferienhofczinki.hu; Facebook

Ein Bauernhof für ganz tolle Ferien auf einem der schönsten Ferienhöfe in Europa

Seit 1997 mehrere tausend zufriedene und meist wiederkehrende Familien und Gäste

Rundbrief Nr. 1, Neujahr 1997

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

manche von Euch werden uns bereits aus der Ardessenkartei geschmissen haben, manche glauben sicherlich, wir könnten etwa im Niemandsland zwischen Deutschland und Ungarn abhanden gekommen sein, andere zweifeln vielleicht schon an der Ernsthaftigkeit der Freundschaft mit ihnen, und andere, das fürchten wir, wissen nicht einmal, dass es uns (zusammen) gibt. Nun wollen wir die Auflösung präsentieren, die sich, zumindest für uns, sehr spannend zeigt.

Für die „Unwissenden” sei gesagt, dass wir, nach einigen „schlampten” Jahren seit dem 29.03.96 gemeinsam den Ehestand üben und das mit Erfolg; dass wir unseren Wohnort und das Büro von Essen nach Wuppertal verlegt haben und gleichzeitig auch unsere, etwa vor eineinhalb Jahren gefasste, Entscheidung nach Ungarn zu ziehen in die Tat umgesetzt haben. Insbesondere für Diejenigen, die den Übergang bereits wahrgenommen haben, miterlebt, gar mitgelitten haben, sei erzählt, dass wir hier in Ungarn gut angekommen sind, das letzte Weihnachtsfest schon hier gefeiert haben, und dass uns auch das neue Jahr bereits hier begrüßt hat.

Es war uns schon ein bisschen wehmütig, in Essen das erste Bild von der Wand zu heben und das erste Stück Hab und Gut einzupacken, denn nichtzuletzt bedeutete dies für László den Abschied von 32 Jahren Essen; für Ortrun waren es auch schon einige Jahre. All diese Erinnerungen verschwanden in seelenlosen Kisten und all den lieben Freunden galt das vielleicht nie vollständig begründbare Ade. Allein dieser Zeitdruck machte diese Zeit einigermaßen erträglich. Allen, die uns zu dieser Zeit zur Seite standen, gilt unser freundschaftlicher Dank.

Nach wochelangen minuziösen Entscheidungsprozessen (Müll oder nicht Müll) war es dann so weit: der riesige Möbelwagen zog zur Blockade unserer Straße auf und schluckte unsere Sachen, wie ein Ungeheuer und “dampfte” schließlich damit in Richtung Süd-Osten ab. Kaum vorstellbar, dass er trotz der widrigen Straßenverhältnisse heil in unserem neuen Wohnort ankommen würde. Wir “düsten” mit unseren Resten hinter ihm her und kamen ebenfalls heil an.

Was danach passierte ist teils “Balkan”, teils zwangsläufig. Selbstverständlich war unser Haus bei unserer Ankunft noch nicht bezugsfertig gewesen, obwohl allen Handwerkern bekannt war, wann der Möbelwagen hier ankommen würde. Auch manche Augen mussten zugedrückt werden, wenn`s um Qualität ging, und erst vor Kurzem ist uns eines unserer Fenster samt Ramen an den Ohren vorbeigeflogen.

Trotz alledem sind wir guten Mutes und genießen das Neue, das Ländliche, das Nachbarschaftliche, die Stille, die frische Luft, die Sonne, und reduzieren die Umsetzungsgeschwindigkeit unserer Pläne mit Fortschritten der Zeit. Längst sind auch die leidlichen Erfahrungen mit dem Verzollen, die Strapazen des Einzugs, das Hin- und Herräumen der Kisten im Haus und die Fahrerei zwischen Szigliget und unserem neuen Heim vergessen. Letzteres haben wir im Schnee und Eis etwa drei Wochen lang reichlich auskosten dürfen, bis unser Heim “schlaf-fertig” wurde.

Auch das, dass Pläne von Gott beschieden werden, mussten wir hautnah erfahren. László ist nach einem 10-tägigen Krankenhausaufenthalt seit kurzem wieder zu Hause; sein Herz mochte das ihm Aufgebürdete nicht mittragen. Dieser “Schuss vor dem Bug” rückt für ihn das Machbare deutlich zurecht, wenn auch seine Leistungsfähigkeit, nach Ansicht der Ärtzte, nicht wesentlich gelitten hat.

Gerade in diesen Stunden erwies sich Lászlós große Verwandschaft als unschätzbare Hilfe, und die Dorfatmosphäre hier (Jeder kennt jeden im Schlaf.) ist eine Genugtuung nach jahrzehntelanger Großstadtanonymität. Auch Ortrun bewegt sich zwischenzeitlich beinahe wie eine Ureinwohnerin hier; beteiligt sich schon hin und wieder am gelegentlichen Dorfklatsch, wenn sie für uns das Frühstücksbrot besorgt. László ist inzwischen Ehrenmitglied der örtlichen Bürgerwehr, die auf ihren nächtlichen Streifzügen ab und zu mal für einen Schnaps hier eintrifft. Die Teilnahme am großen Gesellschaftsleben der nahegelegenen kreisfreien Stadt Nagykanizsa sollte am Ball des Tierschutzvereins am 22.02.97 beginnen.

Die Zeit saust davon, doch sollten zu den, bis zum Frühjahr/Frühsommer, leistbaren Themen gehören: die Fertigstellung unseres niedlichen Häuschens (Treppe, Außenanstrich, Holzofenherd, Sauna, Sonnenkollektoren und die Bilder an der Wand fehlen noch), das Aufräumen um das Haus, die Bestellung des Gemüßegartens und der Obstgärten, die Fertigstellung des Gästepferdestalls, der Umbau von zwei Appartements in unserem Gästehaus, die Erstellung der Bogenschießbahn und der Reitbahn sowie Inbetriebnahme unseres eigenen Pferdestalls. Letzteres erwarten wir auch schon deshalb mit Spannung, weil wir, neben zwei Hunden, drei Tauben, acht Bienenvölkern, sechs Hühnern und einem Hahn, auch schon eine Stute besitzen. Sie heißt Claudia, zählt fünf Jahre, sieht prächtig aus und ist vermutich schwanger.

Im Frühjahr sollten wir auch weitere Tiere (Schafe, Kaninchen, Pferde) dazubekommen, jedoch heißt es vorher Ställe herzurichten und Zäune für Koppel erstellen, damit die armen Tiere auch in unserem Besitz bleiben.

Dies zu der mehr “bäuerlichen” Seite unseres Daseins, die uns neben dem Eigenheimausbau zweifelsohne die meiste Zeit beschäftigte. Das Berufliche kam nicht auf seine Kosten, was zu beträchtlichem Leistungsstau führte. Es gilt nun auch hier voranzukommen, um unsere Kosten bis zur Berentung von László mit decken zu können. In erster Lienie denken wir an die Bearbeitung mitgebrachter Aufträge aber auch an noch nicht ausgelotete planerische und beraterische Tätigkeiten hier sowie an den Einstieg in die Sonnenenergieverwertung mittels Lászlós System. Auch die Vermittlung von hießigen Immobilien an Deutsche (Sommer-& Alterwohnsitz) könnte ein lohnendes Tätigungsfeld sein; entsprechende Anträge nehmen wir gerne entgegen. Im Übrigen hat ein Hausbesitz hier viele Vorteile, wie z.B.: Sehr preiswerter Grunderwerb, preiswertes Leben, Ruhe, gesunde Luft, Eigenversorgung, herrliche Gegend, freundliche Leute, Termalbad / Heilbad um die Ecke, gutes Essen, gute Weine und nicht zuletzt uns als Nachbarn.

Insgesamt glauben wir, dass wir mit unserem Gästeservice (Ortruns Sektor) ab etwa Pfingsten dienen können. Bis dahin sind unsere Appartmente, der Gästepferdestall, die Reitbahn sowie Bogenschießbahn gebrauchsfähig. Über unsere Kapazitäten hinausgehende Buchungsnachfragen können wir vorerst in anderen Häusern hier im Dorf befriedigen. Auch den Reit- und Kutschenpferdbedarf decken wir zunächst mit dem Bestand benachbarter und befreundeter Reitställe. Auch unsere Reit- und Kutschentouren (um den Balaton, zur Drau, Weinbergtouren, Naturtouren) wollen wir vorerst auf diese Weise organisieren. Dazu können wir für die Zeit des Aufenthalts hier Pferd oder Pferde zur persönlichen Verfügung in unseren Gästepferdestall stellen; die Führung in dem umgebenden herrlichen Reitgelände ( Wälder, Felder, Weinberge, Termalbäder, Militarybahn, Stock und Stein ect.) werden wir übernehmen.

(Übrigens können wir auch erstklassige Reitpferde (Ung. Halbblut, Araber) zum Kauf vermitteln.)

Wer nicht gerade reitbegeistert ist und vom Leben in einem 20 – Häuser – Dorf am Rande der Zivilisation nicht überzeugt werden kann, dem empfehlen wir unser schönes Häuschen in Szigliget, der Perle am Balaton (Plattensee). Altes Dorfambiente, Blick auf den See, Burgruine, Zigeunermusik und ein wunderschönes Haus mit antiker Einrichtung und hohem Komfort für bis zu sechs Personen. Ist das nicht ein Angebot?

Nun sind wir ganz und gar überzeugt, dass ihr etliche liebe Leute im Bekanntenkreis habt, die schon lange sehnsüchtig auf ein Angebot, wie unseres, gewartet haben. Gebt bitte unsere Adresse weiter, damit sie bei uns Informationen anfordern, gar reservieren können. Und ihr seid natürlich herzlich willkommen in unserem bescheidenen neuen Heim am Dorfrand von Kendli, acht Autominuten von Nagykanizsa und ebensoviel vom Badeort Zalakaros, eine Viertelstunde vom Kisbalaton, dem Vogelparadies, und eine halbe Stunde vom Plattensee entfernt. Um uns ist auch sehr viel “Gegend” für Spaziergänge, Wanderungen, Rad- und Kutschentouren und zum Einkehr auf den Weinbergen.

Zum Schluss noch herzlichen Dank für die vielen Weihnachtsgrüße und Neujahrswünsche sowie für die Gratulationen zum 60. Geburtstag von László, den er leider im Krankenhaus verbringen musste. Um Nachsicht bitten wir dafür, dass wir Euere Grüße und guten Wünsche nicht erwidern konnten; Gleiches gilt für versäumte Gaburtstagsgrüße und dies auch in spe, denn wir sind gezwungen mit unserer Zeit zu geizen. Um Verständnis bitten wir auch um diesen “Rundumschlag”; doch sahen wir diesen Weg als den einzig gangbaren, Euch alle in einer verantwortbaren Zeit zu erreichen.

Letzte Woche waren wir in Deutschland, konnten jedoch nur wenige von Euch besuchen und kontaktieren. Auch aus diesem Grunde wäre es schön, wenn wir uns bald hier in Kendli sehen könnten. Also kommet! Aber auch für einige Zeilen oder einen Anruf sind wir dankbar.

Herzlichst

Ortrun und László